Internationale Gartenschau 2013: „In 80 Gärten um die Welt“

06.06.2013 - Thema: Allgemein - Autor: Team hhmesse.de

Unter diesem Motto steht die Internationale Gartenschau (igs) in Hamburg-Wilhelmsburg und soll genau so exotisch und abenteuerlich werden wie der Roman von Jules Vernes. Noch bis zum 13. Oktober können Besucher sich in sieben Themenwelten auf eine Reise durch die Kulturen, Klima- und Vegetationszonen der Erde begeben.

Die Monorail auf der IGS

© igs 2013/Andreas Bock

Die sieben Welten der Gartenschau entdecken

Die Internationale Gartenschau in Hamburg hat ein ganz anderes Profil als die klassischen Gartenschauen. Denn wer hier erwartet, nur etwas über Blumen, Pflanzen und Vegetation zu lernen, der täuscht. Die sieben Themenwelten beschäftigen sich auch mit wichtigen globalen Fragen. Ein Novum dabei: der Themenbereich Sport und Bewegung. Damit man weiß was einen erwartet, hier ein Überblick über die Themenwelten sowie den Aufbau:

  1. Welt der Häfen: Am Haupteingang beginnend betritt man als Besucher zunächst die Welt der Häfen. Von Hamburg über Kalkutta bis New York beschäftigen sich 15 Gärten mit verschiedenen Hafenstädten. Merkmal: der Schiffscontainer, der als Ausstellungsfläche und Pflanzbehälter das wiederkehrende Gestaltungselement dieser Themenwelt ist und als Symbol für den weltweiten Austausch kultureller und ökonomischer Güter dient. Ist doch genau das sowie der faire Handel das zentrale Thema dieses Bereichs.
  2. Wasserwelten: Im Süden der Welt der Häfen überquert man mittels einer Brücke die Wilhelmsburger Reichsstraße und gelangt so in den westlichen Teil des Geländes – die Wasserwelten. 18 Gärten laden hier den Besucher ein, etwas über die Bedeutung des Wassers für Menschen, Tiere und Pflanzen, Wasserknappheit und Wasserüberfluss zu erfahren. Neben einem Wasserspielplatz befindet sich hier mit dem historischen Wasserwerk auch ein Restaurant.
  3. Welt der Religionen: Wer sein Augenmerk bei einem Besuch besonders auf Blumen legen möchte, der darf sich die nördlich der Wasserwelten gelegene Welt der Religionen nicht entgehen lassen. In Hochbeeten, deren Form an Schiffe erinnert, soll es zu jeder Jahreszeit dank regionaler sowie exotischer Gewächse schön blühen. Im Mittelpunkt dieser Welt stehen die fünf Gärten, die sich jeweils mit einer der fünf Weltreligionen beschäftigen. Die symbolische sowie reale Verbindung der Gärten erfolgt durch einen Brunnen im Zentrum.
  4. Welt der Kulturen: Dieser Bereich des Ausstellungsgeländes entstand gemeinsam mit Bewohnern des Stadtteils Wilhelmsburg. Der Grund: In diesem Stadtteil leben Menschen aus rund 100 Nationen zusammen. Diese Tatsache spiegelt das zentrale Thema dieser Welt wieder: die kulturelle Vielfalt und das Miteinander der verschiedenen Kulturen. Zwischen dem Kuckucksteich im Süden und den bestehenden Kleingärten im Norden kann man zehn thematisch gestaltete Gärten sowie die Freilichtbühne der Gartenschau bewundern.
  5. Welt der Kontinente: 16 Gärten erstrecken sich über den südlichen Teil des Parks und lassen die Welt der Kontinente aufleben. Die einzelnen Gärten greifen dabei Besonderheiten und Merkmale einzelner Länder und Regionen auf, ohne die jeweiligen Landschaften direkt nachzubilden. Ein weiterer Clou der Gestaltung: Blaue Blütenmeere, die für die Ozeane dieser Welt stehen, trennen die Kontinente voneinander.
  6. Naturwelten: Parallel zur Welt der Kontinente, getrennt durch eine Kleingartenkolonie, befinden sich die Naturwelten. Über Holzstege gelangt man durch Gräser- und Riedflächen zu den fünf Gärten, die einen Blick auf die Zukunft des Gärtnerns werfen: Wie und wo produzieren wir künftig unsere Nahrungsmittel? Wie begegnen wir dem Klimawandel?
  7. Welt der Bewegung: Im östlichen Teil des Geländes findet man die Welt der Bewegung, die eine absolute Neuigkeit auf einer Gartenschau ist und das breite Sportprogramm bündelt. Dutzende kostenlose Bewegungsangebote warten hier vor allem auf die jungen Besucher, darunter ein Platz für Wasserfußball, ein Balanciergarten, ein Joggingrundkurs, eine Bouleplatz und eine 1500 qm große Skatearena. Die Kletterhalle, der Hochseilgarten und die Schwimmhalle sind kostenpflichtig. Wer dort Sport treiben möchte, benötigt kein Gartenschau-Ticket, sondern einen an der Kasse erhältlichen Gutschein zur Verrechnung.

Special Feature: Mit der Monorailbahn auf Weltreise

Oft lässt erst ein Perspektivwechsel einen Sachen in ihrer ganzen Vielfalt begreifen. So auch bei der Internationalen Gartenschau in Hamburg. Die Lösung: Eine sogenannte Monorailbahn lässt die Besucher in luftiger Höhe von bis zu sechs Metern über das Gelände schweben. Langsam und leise fährt sie auf nur einer Schiene ums Gelände und ermöglicht dem Besucher dank der bodentiefen Türen aus Plexiglas den Blick über den Park und die 80 Gärten aus der Vogelperspektive.

Der 3,5 Kilometer lange Rundkurs, dessen Umrundung etwa 15 bis 20 Minuten dauert, ist mit insgesamt drei barrierefreien Bahnhöfen versehen: Einer liegt am Haupteingang im Norden, ein zweiter im Parkteil „Lebendige Kulturlandschaften“ ganz im Süden, ein dritter befindet sich an den Wasserwelten im Westen. So kann die Fahrt unterwegs unterbrochen werden, um die verschiedenen Parkteile zu besichtigen. Besonders ältere oder gehbehinderte Menschen sowie Familien mit kleinen Kindern sollen so die Möglichkeit haben, das Gelände ohne lange Fußmärsche zu erkunden. Der einzige Nachteil: Die Monorailbahn ist nicht im igs-Ticketpreis enthalten. Eine Fahrt kostet für Erwachsene 7,50 Euro, für Kinder ab 7 Jahren 2,50 Euro und für die Kleinsten nichts.

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