Autos aus Amerika auf deutschen Automessen

Autos aus Amerika stehen in dem Ruf, protzige, großmotorige Spritfresser zu sein. Sicherlich sind die Ursprünge dieses Vorurteils noch in PS-Wundern, wie dem Dodge Charter und anderen sogenannten Musclecars begründet.
Doch entsprechen diese berühmten Altlasten überhaupt noch der Wirklichkeit des modernen Automarktes? Und welche amerikanischen Modelle sind auf den aktuellen deutschen Automessen vertreten?

Autos aus Amerika – SUVs

© Hemera/Thinkstock

Autos aus Amerika bei Deutschen weniger beliebt

Fast könnte man meinen, dass der Autokäufer hierzulande in Zeiten der Nachhaltigkeit hauptsächlich auf den Kauf kraftstoffsparender Produkte deutscher Fließbänder setzt. Auf der IAA, der internationalen Automobil-Ausstellung in Hannover, lag der Anteil von Autos aus Amerika bei überschaubaren fünf Prozent. Die Amerikaner landeten also statistisch gesehen auf dem drittletzten Platz.
Diese Entwicklung lässt sich durch die immer stärker werdende Beliebtheit asiatischer Modelle erklären. Hersteller, wie Honda und Toyota, setzten schon früh auf die Entwicklung von Hybrid-Technologien und warten mit kaum zu schlagenden Tiefpreisen auf. Darüber hinaus liegt das momentan größte Wachstumspotential des amerikanischen Automarktes in den Märkten Asiens.
Der Deutsche ist, was den Automobilkauf angeht, ein Gewohnheitstier: Der Ford Mondeo rangiert auf der Liste der 50 beliebtesten Autos 2011 (Neuzulassungen) als einziges der Autos aus Amerika gerade mal auf Platz 44. Der Ford Mondeo hat allen Vorurteilen zum Trotze bestechend geringe Emissionswerte.
Doch noch gibt es sie, die Liebhaber von Autos aus Amerika. Sie treffen sich auf Regionalmessen und Tuningshows. Denn in Amerika ist bekanntlich alles ein bisschen größer. Dies gilt für den Hubraum eines SUVs, genauso wie für die Felgengröße.
Längst haben sich europäische Autohersteller an diesem Modell orientiert. Im höheren Preissegment der Oberklassewagen tummeln sich massenweise SUVs, wie der Audi Q5, oder der BMW X5.

Innovationen aus den USA

Zwar sind die Neuwagenzulassungen von Autos aus Amerika extrem niedrig, dennoch erfreuen sich Klassiker, wie der Ford Mustang oder die Corvette, ungebrochener Beliebtheit unter den Sportwagenfans. Auf dem Motormarkt Ravensburg oder auf der Bremen Classic Motorshow werden historische, aber durchaus noch fahrtüchtige amerikanische Klassiker ausgestellt.
Dennoch lag die Stärke von Autos aus Amerika immer in ihrer Fähigkeit zündende, zukunftsweisende Innovationen hervorzubringen. Und auch wenn Hersteller, wie Ford oder AMG auf der IAA 2012 nur ein Nischendasein fristen werden, sind die Neuentwicklungen definitiv einen Blick wert:
So wird Ford auf der IAA 2012 erstmals seinen Kuga Titanium, einen Mittelklassewagen im futuristischen SUV-Design, präsentieren. Die neueste Modellreihe wartet mit einer modernen LED-Technologie auf und verfügt serienmäßig über eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik.