Messe Windenergy: Von der Nordsee an die Elbe?

19.10.2011 - Thema: Messen - Autor: Team hhmesse.de

Seit nunmehr 22 Jahren findet auf der kleinen beschaulichen Insel Husum eine Messe der Extraklasse von internationalem Ruhm sowie Publikum statt: Die Windenergy, internationale Leitmesse der Windkraftindustrie. Aufgrund des Potentials dieses Wirtschaftszweiges sowie der andauernd technischen Entwicklungen in diesem Bereich will Hamburg die Messe nun für sich abwerben. Husum ist natürlich empört und wehrt sich.

Hamburg – so weltoffen wie die Messe selbst

Die Ansage der Hamburg Messe und Congress GmbH, die Messe von der Nordsee in die Perle an der Elbe zu holen, stoß natürlich nicht überall auf helle Begeisterung. Für die Stadt Hamburg wäre die Windenergy nicht nur ein weiterer Juwel in ihrer jährlichen Messereihe, vielmehr sei damit Zukunftsfähigkeit und Fortschritt bewiesen. Wohl kein anderer Industriezweig wächst derzeit so stark und wird für die Zukunft immer wichtiger werden wie der der Regenerativen Energien, allen voran die Windenergie. Die Messe selbst, die Anzahl der Aussteller sowie das erwartete Publikum seien in den letzten Jahren exponentiell gestiegen, so dass laut Aussage der Hamburger Husum zu klein und provinziell sei. Die Hamburg Messe GmbH will stattdessen einen Schauplatz für das gesamte Spektrum der Branche bieten und sich schon jetzt auf den weiteren Zuwachs in den folgenden Jahren einstellen. Mit dem internationalen Flughafen, dem ICE-Messebahnhof, dem Seehafen sowie den Unternehmen aus den Bereichen Werft, Logistik, Windkraft und der maritimen Zulieferer sehen sich die Messeveranstalter als ideale Partner, um die Messe international weiterzuentwickeln und weltweit führend zu bleiben – auch in den nächsten Jahren.

Gegeneinander oder miteinander?

Die Schleswig-Holsteiner waren darüber natürlich sehr verärgert, zumal der Termin für die Messe jetzt schon fest stehe ohne dass jemals Verhandlungen oder Gespräche zwischen den beiden Bundesländern stattgefunden hätten. Wirtschaftsminister Jost de Jager spricht dabei von einem „Frontalangriff auf die norddeutsche Zusammenarbeit“ und zog auch andere Mitstreiter auf seine Seite. Auch wenn sich in den letzten Tagen Olaf Scholz sowie Ministerpräsident Carstenses daraufhin getroffen und nach einer Lösung gesucht haben, steht bislang noch nicht fest, ob beide Messen nun parallel stattfinden werden oder ob man sich doch noch einigen und den Weg zusammen bestreiten wird.

Die Windenergy in Zahlen:

  • 1989 fand die Winenergy zum ersten Mal in Husum an der Nordsee statt
  • Im Jahr 2010 kamen 972 Aussteller aus 28 Ländern und 36.000 Besucher aus der ganzen Welt zur Messe nach Husum
  • Ausstellungsfläche: 48.000 Quadratmeter

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