Hamburg Dungeon: Grusel und Schauer in der Speicherstadt

Ein Gruselkabinett der besonderen Art ist das Hamburg Dungeon in der Speicherstadt, das vor allem bei Familien und Schulklassen eine beliebte Attraktion darstellt. In Form von animierten Ausstellungen und Fahrattraktionen, unterstützt von Schauspielern, bietet das Hamburg Dungeon eine Zeitreise durch die gruseligsten Momente der Hansestadt.

Brand, Folter und Piraten

Das Mittelalter war nichts für schwache Nerven: Naturkatastrophen wie Sturmfluten und Seuchen wie die Pest machten den Bewohnern ebenso zu schaffen wie Großbrände, Kriege und die Inquisition. Das Hamburg Dungeon macht diese Ereignisse zum persönlichen Gruseltrip, bei dem Besucher hautnah miterleben können, wie der große Brand von Hamburg 1842 einen großen Teil der Altstadt verwüstete, oder auf einer stürmischen Bootsfahrt die große Flut von 1717 miterleben. Den Grusel einer Hinrichtung verspricht die neue Fahrtattraktion „Extremis“, die das Erhängen per Galgen als Freefall-Tower simuliert.

Auch realen und weniger realen Berühmtheiten der Vergangenheit wurden gruselige Denkmale gesetzt: So erleben die Besucher die Hinrichtung des bekannten Piraten Klaus Störtebekers mit, der angeblich den Ratsherren von Hamburg einen Deal vereinbarte: Nachdem ihm der Kopf abgeschlagen wurde, wollte er noch entlang seiner Crew gehen – alle Piraten, an denen er es ohne Kopf vorbei schaffte, sollten freigelassen werden. Neben Störtebekers Piraten warten auch der legendäre Klabautermann auf Gäste und das Zuchthaus mit seinen finsteren Insassen.

Events und Partys in gruseliger Atmosphäre

Nicht nur an Halloween bietet das Hamburg Dungeon die Möglichkeit, Events in gruseliger Atmosphäre zu feiern: Das Restaurant ist abends für Firmenveranstaltungen und Events buchbar, die auch nach anstrengenden Messetagen für Entspannung und Spaß bei Gruselfreunden sorgen. Denn schließlich ist nicht alles so bierernst gemeint, wie es den Anschein hat: Die Schauspieler, die als Pestärzte, Scharfrichter und Inquisitoren durch das Programm führen, bringen eine gute Portion schwarzen Humor mit!

Das Dungeon-Konzept

Pate für das Hamburg Dungeon stand das London Dungeon, das bereits seit 1974 am Themseufer nahe der London Bridge die gruseligsten Momente der Londoner Geschichte dokumentiert. Hier begegnen die Besucher berühmten Figuren wie Jack the Ripper und Sweeney Todd, erleben das große Feuer von 1666, das die historische City verwüstete, die große Pest und vieles mehr.

Ursprünglich als museumsartiges Wachsfigurenkabinett gegründet, wurde es in den 90er Jahren in der heutigen Form umgestaltet und um Fahrtattraktionen erweitert. Seitdem führen auch verkleidete Schauspieler durch das Dungeon. Das neue Konzept wurde so erfolgreich, das bald auch Ableger in York, Edinburgh, Warwick Castle, Amsterdam und Hamburg entstanden. Das Hamburg Dungeon wurde 2000 in der Speicherstadt eröffnet und konnte bereits über eine Million Besucher begrüßen. Demnächst soll auch Berlin ein Dungeon erhalten.