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100 Tage neuer HSV: Dietmar Beiersdorfer auf der Suche nach „Treibstoff“

15.10.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

Neue Mannschaft, neuer Trainer, neue Strategie: Dietmar Beiersdorfer hat den Hamburger SV innerhalb von nur 100 Tagen komplett umgekrempelt. Jetzt will der 50-Jährige den Traditionsklub als Steuermann endgültig wieder auf Kurs bringen – mit viel Geduld und noch mehr Millionen.

Dietmar Beiersdorfer: „Der HSV ist mein Baby“

09.07.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

O-Ton 1 Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender HSV- über seine Rückkehr zum HSV: „Es ist ein emotionaler Moment für mich heute zum HSV zurückzukehren. Der HSV war immer mein Baby und wird es jetzt auch wieder sein.“O-Ton 2 Karl Gernandt, Aufsichtsratvorsitzender HSV- über den Amtsantritt von Dietmar Beiersdorfer: „Wir sind stolz darauf, dass er heute seinen ersten Tag hier hat. Seine Identifikationskraft und seine Verbundenheit mit dem Verein werden einen guten Schub nach vorne geben.“O-Töne 3-4 Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender HSV- über seine Aufgabe beim HSV: „Ich bin kein Mann der lauten Tönen und sicher auch kein Heilsbringer. Das einzige was ich möchte, ist vom ersten Tag an Schritt für Schritt mit unseren Mitarbeitern und unseren Fans den Weg gehen, den HSV wieder in bessere Gewässer zu führen.“- über seine Ziele beim HSV: „Ich werde alles dafür tun, dass wir diesem Klub wieder eine Identität geben, eine Kultur geben.“ SID xfk snweitere Informationen: Hamburg (SID) Zurück in die Zukunft mit Dietmar Beiersdorfer: Als der neue Vorstandsvorsitzende mit einem etwas gequälten Lächeln symbolträchtig einen Generalschlüssel für alle Räume des HSV-Stadions entgegennahm, war der Startschuss für die Mission „HSV reloaded“ endgültig gefallen. „Dieser Verein ist mein Baby. Ich habe immer gewusst, dass ich einmal zurückkehren werde“, sagte der Boss der neuen HSV Fußball AG bei seiner Präsentation am Mittwoch und blickte dabei suchend in viele bekannte Gesichter.Von 2002 bis 2009 hatte er als Sportdirektor den Fußball-Bundesligisten bis in die Champions League geführt, nun soll der 50-Jährige nach einer völlig verkorksten Saison den Traditionsverein Schritt für Schritt in ruhigeres Fahrwasser lenken. Die dafür nötige Geduld will der Ex-Nationalspieler aufbringen: „Man muss nach dem Säen manchmal auf das satte Grün warten.“Dabei standen an der Elbe die Signale eine Woche lang unfahrplanmäßig auf Rot. Erst mit achttägiger Verspätung wurde die im Mai aus dem HSV-Gesamtverein herausgelöste Fußball-AG ins Hamburger Handelsregister eingetragen. Ein Befangenheitsantrag gegen die dafür zuständige Richterin hatte für diese Verzögerung gesorgt.Zum neuen dreiköpfigen Vorstand gehört der für das Marketing zuständige Joachim Hilke sowie der bisherige Vorstandsboss Carl Jarchow, jetzt nur noch Präsident des „Restvereins“. „Für ihn haben wir die Rolle des Bindeglieds zwischen beiden Konstrukten vorgesehen“, erläuterte der neue Aufsichtsratsvorsitzende Karl Gernandt.Nicht mehr Mitglied dieses Führungsgremiums ist Sportdirektor Oliver Kreuzer. Ob der einstige Bayern-Profi in einer neuen Rolle eine Zukunft beim HSV hat, darüber ist bei den Norddeutschen noch keine Entscheidung gefallen. Beiersdorfer: „Ich habe Oliver gesagt, dass ich mir in den nächsten Wochen alles in Ruhe ansehen werde.“Der Beschluss über Kreuzer könnte somit noch ein wenig auf sich warten lassen, denn als schneller Entscheider war und ist Beiersdorfer in der Hansestadt nicht bekannt. „Ihr nennt mich ja gern Zögerer oder Zauderer. Richtig ist, dass ich viel nachdenke, manchmal vielleicht sogar zuviel“, räumte der einstige Vorstopper vor den Medienvertretern ein.Nach monatelangen Grabenkämpfen um die umstrittene Ausgliederung sieht sich Beiersdorfer, bestimmt nicht ungern, in der Rolle des Versöhners: „Ich will meinem Klub wieder eine Kultur und eine neue Orientierung geben. Wir müssen uns wieder auf Fußball fokussieren, dabei möchte ich alle Menschen mitnehmen.“Zu ihnen gehört auch Mäzen Klaus-Michael Kühne. Ohne die finanziellen Zuwendungen des unberechenbaren Wahl-Schweizers sind die Spielräume Beiersdorfers begrenzt. „Wir suchen aber auch andere Investoren“, beteuerte Aufsichtsrats-Boss Gernandt, Intimus des milliardenschweren Unternehmers.Nach einem Zerwürfnis mit dem damaligen Klubchef Bernd Hoffmann war Beiersdorfer 2009 als Sportlicher Leiter zu Red Bull gewechselt. Vor seiner Rückkehr zum HSV arbeitete er zwei Jahre lang als Sportdirektor bei Zenit St. Petersburg.SID af rd

86,9%: HSV-Mitglieder stimmen für Ausgliederung

26.05.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

O-Ton 1: Oliver Kreuzer, Sportdirektor Hamburger SV- „Die Abstimmung zeigt, dass auch die Mehrheit des Vereins die Ausgliederung wünscht.“O-Ton 2,3: Karl Gernandt, designierter Aufsichtsratsvorsitzender- „Ich habe ein solches Ergebnis nicht erwartet und bin schwer beeindruckt. Das ist erschreckend, schweißt aber auch zusammen.“- „Wir haben bereits Spieler, Manager und Vorstände im Kopf und müssen nun sehen, dass wir daraus ein vernünftiges Orchester bekommen.“O-Ton 4: Carl Jarchow, Vorstandsvorsitzender Hamburger SV- „Ich würde mich sehr über eine Rückkehr von Dietmar Beiersdorfer freuen, egal in welcher Funktion.“SID pm tkWeitere Informationen:Hamburg (SID) Nach der Horror-Saison ist die historische Revolution beim Hamburger SV perfekt: Der sportlich wie finanziell angeschlagene Bundesligist gliedert seine Profi-Fußballabteilung aus und öffnet sich für Investoren. 86,9 Prozent der 9702 Mitglieder stimmten am Sonntag um 16.33 Uhr für die entsprechenden Pläne der Reforminitiative HSVPlus. Der Klub wird nun völlig umgekrempelt.Der bisherige Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow steht vor dem Aus. Stattdessen soll der ehemalige Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer an der Spitze der neuen Fußball-AG stehen. Zudem hoffen die HSV-Fans durch die Millionen von Mäzen und Edelfan Klaus-Michael Kühne auf eine bessere Zukunft.“Wir haben jetzt eine historische Chance. Die müssen wir nutzen, um den HSV wieder nach oben zu führen“, sagte HSVPlus-Initiator Otto Rieckhoff. Seine Reform sieht vor, die Lizenzspielerabteilung aus dem Gesamtverein auszugliedern und nach dem Vorbild des FC Bayern in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Danach könnten bis zu 24,9 Prozent der Anteile an strategische Partner verkauft werden. Den HSV plagen Verbindlichkeiten in Höhe von 100 Millionen Euro. Milliardär Kühne hatte im Vorfeld bereits seine Unterstützung in Höhe von rund 25 Millionen Euro angedeutet.Neben dem möglichen „Big Boss“ Beiersdorfer, der die sportlichen Geschicke der Hanseaten bereits zwischen 2002 bis 2009 leitete und den HSV 2009 ins Halbfinale des DFB- sowie UEFA-Pokals führte, soll ein Finanzfachmann und Sanierer im neuen zweiköpfigen Vorstand der HSV-Fußball-AG sitzen. Die Zukunft des bisherigen Sportchefs Oliver Kreuzer ist noch offen.Eine Woche nach dem in letzter Minute gesicherten Klassenerhalt bleibt beim neuen HSV kein Stein auf dem anderen. „Wir wollen nicht ein bisschen, sondern ganz. Wir werden keine Kompromisse machen. Es muss Tabula rasa gemacht werden, ein Neuanfang passieren“, sagte Karl Gernandt, Kühne-Intimus und designierter Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburger.Gernandt bestätigte, Beiersdorfer so schnell wie möglich an die Elbe holen zu wollen. „Wir haben vereinbart, dass wir uns ab 17 Uhr zusammentelefonieren, um zu sehen, wie es weitergehen kann“, sagte er: „Er hat uns in die Hand versprochen, alles dafür zu tun, um in diesem Verein mitzuarbeiten.“ Beiersdorfer steht noch bis 2015 bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag.In drei Jahren soll der HSV wieder um die Teilnahme am Europapokal spielen. „Wir überlassen nichts dem Zufall, haben klare Vorstellungen und sind bestens vorbereitet“, sagte Thomas von Heesen. Der Europapokal-Held von 1983 ist für den Posten des stellvertretenden Aufsichtsratschefs vorgesehen. Ex-Spieler Peter Nogly, Klitschko-Vermarkter Bernd Bönte, Dieter Becken und Felix Goedhart sollen das Gremium komplettieren. Es wird bereits spekuliert, dass die Gegner von HSVPlus die Entscheidungen vom Sonntag juristisch anfechten könnten.Die 9702 anwesenden Mitglieder – nie kamen mehr zu einer HSV-Versammlung – drückten überraschend schnell den Reset-Knopf. Die befürchtete Mammutsitzung wurde durch eine Veränderung der Tagesordnung verhindert, die Abstimmung über die Ausgliederung vorgezogen. Die anwesenden Mitglieder feierten alle Beiträge für HSVPlus frenetisch, kritische Worte wurden niedergepfiffen. Die Stimmung war ganz klar für den Umsturz in der Klubführung. Zu tief sitzt der Frust der Anhänger über den Niedergang des HSV. Auch Trainer Mirko Slomka hatte sich im Vorfeld für die Ausgliederung stark gemacht,

HSV vor der Zerreißprobe: Neustart oder Chaos?

23.05.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

Der Klassenerhalt wurde nach einer Seuchen-Saison in letzter Sekunde erreicht, doch beim Hamburger SV ist längst noch keine Ruhe eingekehrt. Bereits am Sonntag wartet die nächste Mammut-Aufgabe. Dann tagt die Mitgliederversammlung und entscheidet über eine Ausgliederung der Fußball-Abteilung. Das Modell „HSVPlus“ könnte dem hoch verschuldeten Liga-Dino die dringend benötigten Millionen-Einnahmen bringen – und ihn vor dem finanziellen Kollaps retten. O-Ton 1 Karl Gernandt, designierter Aufsichtsratsvorsitzender Hamburger SV: „Wir haben ein Verständnis, wie wir als Aufsichtsrat diesen Verein positionieren müssen. Es muss stabilisiert werden, denn die letzten Jahre haben gezeigt, bis hin zum Krimi am Sonntagabend, dass viele Steine gefehlt haben, um einen stabilen Turm aufzubauen.“ Einer der neuen Bausteine könnte ein alter Bekannter werden. Beim Erfolg der „HSVPlus“-Initiative wird wohl Dietmar Beiersdorfer die Rolle als starker Mann einnehmen. Der 50-Jährige soll dann versuchen, den HSV mit einem Dreijahresplan zurück zum Erfolg zu führen. O-Ton 2 Karl Gernandt, designierter Aufsichtsratsvorsitzender Hamburger SV: „Er ist einfach ein toller Mensch und der einzige deutsche Manager, der internationales Ansehen genießt. Wir haben ja nicht so viele. In den drei internationalen Ligen ist er der einzige, der Ansehen genießt. Von daher wäre es ja fast fatal, wenn wir uns nicht mit ihm beschäftigen würden.“ Dagegen scheint die bisherige Führungscrew um Carl Jarchow und Oliver Kreuzer im Falle eines Wahlerfolgs von „HSVPlus“ keine Zukunft mehr zu haben. Eine Dreiviertel-Mehrheit der Mitglieder ist für die Ausgliederung der Fußball-Abteilung notwendig. Angesichts der starken Opposition im Verein kein Selbstläufer. Neustart oder Chaos? Am Sonntag entscheidet sich das Schicksal des einst ruhmreichen Hamburger SV. SID xfk tkweitere Informationen: Hamburg, 23.Mai (SID) – Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer (68) hat seinen Ex-Klub Hamburger SV nach dem Niedergang der vergangenen Saison zum Handeln aufgefordert. „Sie müssen sich bewegen, sonst spielen sie wieder gegen den Abstieg. Und das kann man einer Stadt wie Hamburg nicht antun. Hamburg hat andere Ansprüche – deutsche Meisterschaften“, sagte Beckenbauer, der zwischen 1980 uns 1982 für den HSV in der Bundesliga spielte, am Rande der Verleihung des deutschen Stifterpreises an seinen Freund und Sportmäzen Dietmar Hopp.Beckenbauer riet dem Bundesliga-Dino zum Umsetzen der Reforminitiative HSVPlus. „Veränderungen müssen kommen. Man muss das Heft des Handelns in die Hand nehmen und investieren“, sagte die Bayern-Legende: „Mit dieser Mannschaft ist man nicht überlebensfähig. Es kann nicht sein, dass der HSV gegen den Abstieg kämpft.“Eine Woche, nachdem die Hanseaten in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth knapp die Klasse gehalten haben, entscheiden die HSV-Mitglieder an diesem Sonntag über die Ausgliederung ihrer Fußball-Abteilung in eine AG nach dem Vorbild des FC Bayern. Damit würde sich der finanziell angeschlagene Klub für Investoren öffnen und könnte neue Einnahmequellen erschließen. Voraussetzung für die Umsetzung ist eine Dreiviertelmehrheit.SID ks nt