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HSV vor der Zerreißprobe: Neustart oder Chaos?

23.05.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

Der Klassenerhalt wurde nach einer Seuchen-Saison in letzter Sekunde erreicht, doch beim Hamburger SV ist längst noch keine Ruhe eingekehrt. Bereits am Sonntag wartet die nächste Mammut-Aufgabe. Dann tagt die Mitgliederversammlung und entscheidet über eine Ausgliederung der Fußball-Abteilung. Das Modell „HSVPlus“ könnte dem hoch verschuldeten Liga-Dino die dringend benötigten Millionen-Einnahmen bringen – und ihn vor dem finanziellen Kollaps retten. O-Ton 1 Karl Gernandt, designierter Aufsichtsratsvorsitzender Hamburger SV: „Wir haben ein Verständnis, wie wir als Aufsichtsrat diesen Verein positionieren müssen. Es muss stabilisiert werden, denn die letzten Jahre haben gezeigt, bis hin zum Krimi am Sonntagabend, dass viele Steine gefehlt haben, um einen stabilen Turm aufzubauen.“ Einer der neuen Bausteine könnte ein alter Bekannter werden. Beim Erfolg der „HSVPlus“-Initiative wird wohl Dietmar Beiersdorfer die Rolle als starker Mann einnehmen. Der 50-Jährige soll dann versuchen, den HSV mit einem Dreijahresplan zurück zum Erfolg zu führen. O-Ton 2 Karl Gernandt, designierter Aufsichtsratsvorsitzender Hamburger SV: „Er ist einfach ein toller Mensch und der einzige deutsche Manager, der internationales Ansehen genießt. Wir haben ja nicht so viele. In den drei internationalen Ligen ist er der einzige, der Ansehen genießt. Von daher wäre es ja fast fatal, wenn wir uns nicht mit ihm beschäftigen würden.“ Dagegen scheint die bisherige Führungscrew um Carl Jarchow und Oliver Kreuzer im Falle eines Wahlerfolgs von „HSVPlus“ keine Zukunft mehr zu haben. Eine Dreiviertel-Mehrheit der Mitglieder ist für die Ausgliederung der Fußball-Abteilung notwendig. Angesichts der starken Opposition im Verein kein Selbstläufer. Neustart oder Chaos? Am Sonntag entscheidet sich das Schicksal des einst ruhmreichen Hamburger SV. SID xfk tkweitere Informationen: Hamburg, 23.Mai (SID) – Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer (68) hat seinen Ex-Klub Hamburger SV nach dem Niedergang der vergangenen Saison zum Handeln aufgefordert. „Sie müssen sich bewegen, sonst spielen sie wieder gegen den Abstieg. Und das kann man einer Stadt wie Hamburg nicht antun. Hamburg hat andere Ansprüche – deutsche Meisterschaften“, sagte Beckenbauer, der zwischen 1980 uns 1982 für den HSV in der Bundesliga spielte, am Rande der Verleihung des deutschen Stifterpreises an seinen Freund und Sportmäzen Dietmar Hopp.Beckenbauer riet dem Bundesliga-Dino zum Umsetzen der Reforminitiative HSVPlus. „Veränderungen müssen kommen. Man muss das Heft des Handelns in die Hand nehmen und investieren“, sagte die Bayern-Legende: „Mit dieser Mannschaft ist man nicht überlebensfähig. Es kann nicht sein, dass der HSV gegen den Abstieg kämpft.“Eine Woche, nachdem die Hanseaten in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth knapp die Klasse gehalten haben, entscheiden die HSV-Mitglieder an diesem Sonntag über die Ausgliederung ihrer Fußball-Abteilung in eine AG nach dem Vorbild des FC Bayern. Damit würde sich der finanziell angeschlagene Klub für Investoren öffnen und könnte neue Einnahmequellen erschließen. Voraussetzung für die Umsetzung ist eine Dreiviertelmehrheit.SID ks nt

Reformer gegen Konservative: HSV kämpft um seine Zukunft

20.05.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

Der Schrei der Erlösung und Erleichterung über den Klassenerhalt ist in Hamburg noch immer nicht ganz verhallt. Doch nur wenige Tage nach der knappen Rettung in der Relegation gegen Fürth steht beim HSV eine der wohl wichtigsten Entscheidung in der über 125-jährigen Vereinsgeschichte an. Am Sonntag müssen die Mitglieder des Bundesliga-Dinos über die Reform „HSVPlus“ entscheiden.O-Ton 1 Ernst-Otto Rieckhoff, Initiator „HSVPlus““Die Signale, die ich bekomme und ich bin ja sehr viel unterwegs auch bei Fanklubs gewesen, die Signale stehen voll auf ‚Wir wollen die Reform. Wir wollen HSVPlus und wir haben die Nase voll von der jetzigen Situation.‘ Deshalb bin ich mehr als zuversichtlich, dass wir am Sonntag eine entsprechende Mehrheit haben.“Eine Dreiviertel-Mehrheit benötigt die Initiative „HSVPlus“. Die Reform beinhaltet, dass die Lizenzspielerabteilung aus dem Gesamtverein ausgegliedert und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wird. So soll dringend benötigtes Geld eingenommen werden. Unter anderem durch den Investor und Edel-Fan Klaus-Michael Kühne.O-Ton 2 Ernst-Otto Rieckhoff, Initiator „HSVPlus““Herr Kühne hat sich ja bekannt, dass er im Falle, dass sich HSVPlus durchsetzen wird, uns als Starthilfe maßgeblich zur Verfügung stehen wird. Deshalb spielt Herr Kühne eine ganz große Rolle. Herr Kühne, ich weiß es von heute, ist auch sehr glücklich, dass wir die erste Liga erhalten haben. Das heißt auch, dass er voll weiterhin dabei ist, wenn wir ihn dann brauchen. In welcher Größenordnung werden wir dann sehen.“Verbindlichkeiten von 100 Millionen Euro hat der HSV aktuell und es wird zudem Geld benötigt, um Stars wie Rafael van der Vaart, Pierre-Michel Lasogga oder Hakan Çalhanoğlu zu halten. Damit es auch sportlich wieder aufwärts geht, steht offenbar eine Rückkehr von Dietmar Beiersdorfer bevor. Der Ex-Sportchef gilt als Favorit auf den noch zu schaffenden Posten des Vorstandsvorsitzenden in der Fußball AG.O-Ton 3 Ernst-Otto Rieckhoff, Initiator „HSVPlus““Wir haben das überlegt und es gibt Kontakte, aber die sind nicht so konkret, dass ich jetzt sagen würde, sagen sollte, dass da ganz besonderes dran ist. Also das sind überwiegend Medien-Spekulationen und das wollen wir mal abwarten, wie das weitergeht.“Gegenwind erhält „HSVPlus“ von einer mächtigen Fraktion um Aufsichtsratsmitglied Jürgen Hunke. Sie kämpft gegen die Öffnung für Investoren, geht vor der Entscheidung am Sonntag aber auf Kuschelkurs zur Reformbewegung.O-Ton 4 Jürgen Hunke, Aufsichtsratsmitglied Hamburger SV „Das Beste wäre, der HSVPlus und wir würden uns alle an einen Tisch setzen und wir würden sehen, dass wir eine gemeinsame Lösung finden. Ich habe das heute auch verglichen mit den Gewerkschaften. Da ist es oft so, wenn die Gewerkschaften mit den Unternehmern unterschiedliche Meinungen haben, ganz am Ende in der letzten Stunde einigt man sich noch mal.Doch eine solche Einigung in letzter Sekunde wird es in Hamburg wohl nicht geben. Die Mitglieder haben am Sonntag die Wahl und man wird sehen, ob die Entscheidung wieder für großen Jubel sorgt.SID xcs fl