Beiträge mit dem Schlagwort "jarchow"

86,9%: HSV-Mitglieder stimmen für Ausgliederung

26.05.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

O-Ton 1: Oliver Kreuzer, Sportdirektor Hamburger SV- „Die Abstimmung zeigt, dass auch die Mehrheit des Vereins die Ausgliederung wünscht.“O-Ton 2,3: Karl Gernandt, designierter Aufsichtsratsvorsitzender- „Ich habe ein solches Ergebnis nicht erwartet und bin schwer beeindruckt. Das ist erschreckend, schweißt aber auch zusammen.“- „Wir haben bereits Spieler, Manager und Vorstände im Kopf und müssen nun sehen, dass wir daraus ein vernünftiges Orchester bekommen.“O-Ton 4: Carl Jarchow, Vorstandsvorsitzender Hamburger SV- „Ich würde mich sehr über eine Rückkehr von Dietmar Beiersdorfer freuen, egal in welcher Funktion.“SID pm tkWeitere Informationen:Hamburg (SID) Nach der Horror-Saison ist die historische Revolution beim Hamburger SV perfekt: Der sportlich wie finanziell angeschlagene Bundesligist gliedert seine Profi-Fußballabteilung aus und öffnet sich für Investoren. 86,9 Prozent der 9702 Mitglieder stimmten am Sonntag um 16.33 Uhr für die entsprechenden Pläne der Reforminitiative HSVPlus. Der Klub wird nun völlig umgekrempelt.Der bisherige Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow steht vor dem Aus. Stattdessen soll der ehemalige Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer an der Spitze der neuen Fußball-AG stehen. Zudem hoffen die HSV-Fans durch die Millionen von Mäzen und Edelfan Klaus-Michael Kühne auf eine bessere Zukunft.“Wir haben jetzt eine historische Chance. Die müssen wir nutzen, um den HSV wieder nach oben zu führen“, sagte HSVPlus-Initiator Otto Rieckhoff. Seine Reform sieht vor, die Lizenzspielerabteilung aus dem Gesamtverein auszugliedern und nach dem Vorbild des FC Bayern in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Danach könnten bis zu 24,9 Prozent der Anteile an strategische Partner verkauft werden. Den HSV plagen Verbindlichkeiten in Höhe von 100 Millionen Euro. Milliardär Kühne hatte im Vorfeld bereits seine Unterstützung in Höhe von rund 25 Millionen Euro angedeutet.Neben dem möglichen „Big Boss“ Beiersdorfer, der die sportlichen Geschicke der Hanseaten bereits zwischen 2002 bis 2009 leitete und den HSV 2009 ins Halbfinale des DFB- sowie UEFA-Pokals führte, soll ein Finanzfachmann und Sanierer im neuen zweiköpfigen Vorstand der HSV-Fußball-AG sitzen. Die Zukunft des bisherigen Sportchefs Oliver Kreuzer ist noch offen.Eine Woche nach dem in letzter Minute gesicherten Klassenerhalt bleibt beim neuen HSV kein Stein auf dem anderen. „Wir wollen nicht ein bisschen, sondern ganz. Wir werden keine Kompromisse machen. Es muss Tabula rasa gemacht werden, ein Neuanfang passieren“, sagte Karl Gernandt, Kühne-Intimus und designierter Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburger.Gernandt bestätigte, Beiersdorfer so schnell wie möglich an die Elbe holen zu wollen. „Wir haben vereinbart, dass wir uns ab 17 Uhr zusammentelefonieren, um zu sehen, wie es weitergehen kann“, sagte er: „Er hat uns in die Hand versprochen, alles dafür zu tun, um in diesem Verein mitzuarbeiten.“ Beiersdorfer steht noch bis 2015 bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag.In drei Jahren soll der HSV wieder um die Teilnahme am Europapokal spielen. „Wir überlassen nichts dem Zufall, haben klare Vorstellungen und sind bestens vorbereitet“, sagte Thomas von Heesen. Der Europapokal-Held von 1983 ist für den Posten des stellvertretenden Aufsichtsratschefs vorgesehen. Ex-Spieler Peter Nogly, Klitschko-Vermarkter Bernd Bönte, Dieter Becken und Felix Goedhart sollen das Gremium komplettieren. Es wird bereits spekuliert, dass die Gegner von HSVPlus die Entscheidungen vom Sonntag juristisch anfechten könnten.Die 9702 anwesenden Mitglieder – nie kamen mehr zu einer HSV-Versammlung – drückten überraschend schnell den Reset-Knopf. Die befürchtete Mammutsitzung wurde durch eine Veränderung der Tagesordnung verhindert, die Abstimmung über die Ausgliederung vorgezogen. Die anwesenden Mitglieder feierten alle Beiträge für HSVPlus frenetisch, kritische Worte wurden niedergepfiffen. Die Stimmung war ganz klar für den Umsturz in der Klubführung. Zu tief sitzt der Frust der Anhänger über den Niedergang des HSV. Auch Trainer Mirko Slomka hatte sich im Vorfeld für die Ausgliederung stark gemacht,

Nach Relegation: Jubel in Hamburg – Enttäuschung in Fürth

19.05.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

Der historische Absturz ist abgewendet: Dank eines 1:1 bei Greuther Fürth bleibt der HSV weiter erstklassig. Die Erleichterung war riesig – sowohl beim Public Viewing in der Hamburger Arena als auch bei den Verantwortlichen nach der Rückkehr nach Hamburg.O-Ton Rene Adler, Hamburger SV:“Es sind schon Zentner von Lasten von den Schultern gefallen. Ich denke im Urlaub, wenn man alles Revue passieren lässt, was diese Saison so schiefgelaufen ist und dass man trotzdem noch mit einem tiefblauen Auge davongekommen ist, dann kann man richtig gut durchatmen, aber momentan glaube ich, spreche ich für jeden, wenn ich sage, dass wir extrem aufgewühlt noch sind.“Carl-Edgar Jarchow, Vorstandsvorsitzender Hamburger SV:“Äußerst gut. Ich glaube, die Stewardess träumt immer noch von uns und einigen Spielern. Die Stimmung ist hervorragend, klar, große Erleichterung bei allen und wir freuen uns, dass wir wieder in Hamburg sind.“Bis dahin hatten die knapp 18.500 Fans des Bundesliga-Dinos beim Public Viewing aber bange Minuten zu überstehen. Zwar hatte Pierre-Michel Lasogga den HSV früh in Führung gebracht, doch nach dem Fürther Ausgleich durch Stephan Fürstner wurde es noch einmal eng – vor allem in der Schlussphase.Voxpops:“Die letzten Minuten – das war schlimmer als im Kreissaal.““Ich konnte die ganze Zeit nicht hingucken, ich bin sprachlos.““Ich habe gelitten ohne Ende heute, vor allem die letzte Viertelstunde, die letzten fünf Minuten, das war hardcore.““Am Sauerstoffzelt bin ich noch vorbeigerauscht, aber das war schon sehr hart. Dass ich das noch erleben durfte, das finde ich schon toll.““Der Dino lebt, er wird nie aussterben. Erste Liga immer, nur der HSV, dankeschön.“Freude auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite. Bis zum Schlusspfiff hoffte man in Fürth noch auf den Siegtreffer – vergeblich. Trotzdem waren die Fans stolz auf ihr Team.Voxpops:“Die Enttäuschung ist eigentlich nicht groß. Wir haben dieses Jahr wieder einmal, wie schon in 2012, die Leistung gebracht, die das ganze Jahr schon richtig gut war. Das Problem ist dann am Schluss, dass wir ohne zu verlieren, haben wir das Spiel nicht gewonnen, aber wir hatten zwei richtig tolle Spiele.““Ich denke, Hut ab und Respekt vor den Fürthern, die haben beide Spiele mindestens auf Augenhöhe gespielt und auch die deutlich besseren Chancen gehabt, auch jetzt im Rückspiel, wie auch im Hinspiel auch.“Gewonnen hat am Ende aber der HSV und die Bundesliga-Uhr tickt auch nach 50 Jahren und 267 Tagen weiter.SID xsj fl

HSV kämpft um den Relegationsplatz: „Alle zittern mit“

07.05.2014 - Thema: Aktuelle News - Autor: Team hhmesse.de

Der Hamburger SV erzeugt zur Abwechselung mal gute Stimmung. Bei einer Schecküberreichung an einen lokalen Förderkreis für Kinder präsentierte sich eine Delegation des abstiegsbedrohten Bundesliga-Dinos. Aber wie ist die Stimmung in der Stadt wirklich?O-Ton 1 Heiko Westermann, Hamburger SV„Sehr angespannt, würde ich sagen.Wir haben eine gute erste Halbzeit hingelegt am Samstag. Trotzdem haben wir 1:4 verloren, das heißt, wir haben einige Fehler gemacht, und die müssen wir so schnell wie möglich abstellen gegen Mainz. Wichtig ist einfach, die Ärmel hochzukrempeln und aggressiv zu sein. So wie gegen die Bayern in der ersten Halbzeit. Dann werden wir Mainz auch ärgern.“ Der HSV hat als Tabellen-16. das Erreichen des Relegationsplatzes mit einem Sieg in der eigenen Hand. Auch der Bürgermeister der Hansestadt ist von einem Bundesliga-Verbleib überzeugt.O-Ton 2 Olaf Scholz, 1. Bürgermeister Hamburg„Der HSV ist etwas, das mit Hamburg sehr verbunden ist. Der Hamburger SV ist immer ein erstklassiger Verein gewesen und er wird es – davon bin ich ziemlich überzeugt – auch bleiben. Und deshalb zittern alle mit – ich auch.“Gegner und Gastgeber Mainz 05 kämpft noch um den Europa-League-Platz. HSV-Vorstandschef Carl Jarchow sieht darin eine gute Ausgangsposition für sein Team.O-Ton 3 Carl Jarchow, Vorstandsvorsitzender Hamburger SV„Ich finde es nicht nachteilig, dass es auch für Mainz um etwas geht. Ich glaube, es ist vielleicht sogar besser, dass die auch unter einem gewissen Druck stehen, als wenn sie das völlig entspannt angehen könnten. Aber das alles ist Spekulation und Theorie und interessiert mich relativ wenig. Mich interessiert nur, was am Samstag ab 15.30 Uhr passiert.“Der HSV hat es gegen Mainz also in der Hand, dass man sich in der Hansestadt die Chance auf Erstligafußball erhält. Das würde dann nicht nur bei den Kindern im Förderkreis für einige Freude sorgen.SID jö tk