Beiträge mit dem Schlagwort "roggisch"

Handball-Profis nach Weltrekord-Spektakel begeistert

07.09.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

O-Ton 1+5 Oliver Roggisch, Team-Manager Rhein-Neckar Löwen- zur Atmosphäre („eine Riesenkulisse, es hat unglaublich viel Spaß gemacht, wir haben Riesenwerbung für unseren Sport gemacht“)- zum Sieg gegen Hamburg („die erste Halbzeit war überragend, die beste Halbzeit, die wir dieses Jahr gespielt haben“)O-Ton 2,3+6 Uwe Gensheimer, Rhein-Neckar Löwen- zur Atmosphäre („ich hoffe, dass es Nachahmer gibt, die so eine Veranstaltung noch mal aufziehen können“)- zum Sieg gegen Hamburg („in der zweiten Hälfte haben wir es noch mal spannend gemacht“)O-Ton 4 Patrick Groetzki, Rhein-Neckar Löwen- zur Atmosphäre („der Einlauf war ein sehr spezielles Gefühl, das erlebt man wahrscheinlich nur einmal im Leben“)weitere Informationen: Frankfurt/Main (SID) Nachdem die La Ola durch die Weltrekord-Kulisse gebrandet, das Konfetti verflogen und die Pyro-Show abgebrannt war, schlug Uwe Gensheimer inmitten der Euphorie ruhigere Töne an. „Die Veranstaltung hat dem Handball sicher geholfen“, sagte der Nationalmannschafts-Kapitän im Anschluss an die gigantische Marketingmaßnahme unter dem Namen „Tag des Handballs“: „Das war nötig – nach den ganzen negativen Schlagzeilen, die unsere Sportart in den letzten Wochen und Monaten leider geschrieben hat.“Tatsächlich kam den Handballern die Fußball-Pause am Samstag gerade recht, um die Werbetrommel für ihre Sportart zu rühren. Die verpasste WM-Qualifikation, der Austausch des Bundestrainers, die Diskussion um die WM-Wildcard, der Rummel beim fast insolventen HSV Hamburg und die Doping-Geschichte um Michael Kraus hatten dem Handball zuletzt schwer geschadet.Doch den Machern um Initiator Thorsten Storm gelang es, das angekratzte Image zumindest etwas wieder aufzupolieren. 44.189 Zuschauer kamen in die Frankfurter Fußball-Arena, um das 28:26 (17:8) von Bundesliga-Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen am 4. Spieltag gegen den HSV zu sehen. „Schon beim Einlaufen bekam man eine Gänsehaut“, sagte Löwen-Nationalspieler Patrick Groetzki.Der bisherige Rekord lag bei 36.651 Besuchern. Er wurde im Finale um die dänische Meisterschaft zwischen AG Kopenhagen und Bjerringbro-Silkeborg im Mai 2011 aufgestellt. Die vorherige Bestmarke stammt aus dem Jahr 2004. Die Partie zwischen dem TBV Lemgo und dem THW Kiel hatte 30.925 Fans in die Gelsenkirchener Fußball-Arena gelockt.Die Handball-Bundesliga (HBL) und der Deutsche Handballbund (DHB), die durch die Veranstaltung ein neues „Wir-Gefühl“ erzeugen wollten, konnten sich nach der geglückten Rekordjagd die Hände reiben.Schließlich waren 45 Länder live via TV dabei. Zudem hatten alle anderen Topligen Beobachter nach Frankfurt geschickt, selbst die Organisatoren der WM 2015 in Katar waren vertreten. Entsprechend gut gelaunt waren alle Beteiligten.“So ein Event braucht der Handball, um positive Schlagzeilen zu schreiben“, sagte HBL-Präsident Uwe Schwenker. Der Ligaboss wünscht sich wie DHB-Präsident Bernhard Bauer, dass die Veranstaltung zur Tradition wird.Der frühere DHB-Kapitän Oliver Roggisch gab allerdings zu bedenken, dass die Macher einen gesunden Mittelweg finden müssen. „Das war eine Riesen-Werbung für unsere Sportart, das hat der deutsche Handball gebraucht“, sagte der Teammanager der Löwen: „Aber allzu oft sollte man es nicht machen, vielleicht alle zwei Jahre – sonst ist es kein Event mehr.Für Storm war vor allem der Marketing-Effekt wichtig. „Die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, wird auch neue Märkte für den Handball bringen“, äußerte der frühere Löwen-Manager, der zukünftig die Geschicke Kiels bestimmen wird.Vor dem Spiel des Vizemeisters aus Mannheim gegen den HSV standen ein Jugendturnier mit 80 Mannschaften und eine Prominenten-Partie auf dem Programm. In den Teams der Kapitäne Stefan Kretzschmar (Ex-Nationalspieler) und Frank Buschmann (Sport-Kommentator), das 27:22 für Kretzschmar und Co. endete, waren zahlreich Handball-Größen zu sehen.SID as ma

Michael Kraus zur HSV-Insolvenz: „Es geht um Existenzen“

04.06.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

O-Töne 1+4: Martin Heuberger, Handball-Bundestrainer:- über die Insolvenz des HSV („Das schadet insgesamt dem Image des Handballs“)O-Töne 2+6: Bernhard Bauer, DHB-Präsident:- über die Fehler des HSV („Sie hätten die Grundlage verbessern müssen, damit auch ohne einen Andreas Rudolph hochklassiger Handball weitergespielt hätte werden können“)O-Ton 3: Michael Kraus, Handball-Nationalspieler:- über die Schicksale der HSV-Handballer („Es geht um Existenzen“)O-Töne 5+7: Oliver Roggisch, Handball-Nationalspieler:-über die Folgen der HSV-Insolvenz („Es ist natürlich eine Katastrophe für die Spieler, für den Verein“)- über Jogi Bitter („Er muss nicht suchen, die Vereine werden auf ihn zukommen“)SID xsj snWeitere Informationen: Hamburg (SID) Insolvenz, Zwangsabstieg oder doch noch die Rettung in letzter Sekunde? Genau ein Jahr und einen Tag nach dem größten Triumph der Vereinsgeschichte stehen die HSV-Handballer vor dem Sturz ins Bodenlose.Nachdem der finanziell schwer angeschlagene Spitzenklub HSV Hamburg auch im zweiten Anlauf keine Lizenz für die kommende Saison 2014/15 erhalten hat, bleibt dem Champions-League-Sieger von 2013 als allerletzter Strohhalm nur noch der Gang vor das unabhängige Schiedsgericht der Handball-Bundesliga (HBL).Noch am Dienstagnachmittag zogen sich die HSV-Bosse zu intensiven Beratungen zurück. „Das ist für uns alle erst einmal schwer zu verdauen“, teilte die HSV-Spitze um Geschäftsführer Holger Liekefett, Interimspräsident Frank Spillner und Aufsichtsrat Matthias Rudolph via Presseerklärung mit: „Es tut uns, die alles für diesen Verein getan haben, unfassbar Leid für unsere vielen Fans und Partner. Worte können unsere Gefühle nicht beschreiben.“ Eine Woche bleibt dem deutschen Meister von 2011 nun, das Horrorszenario noch abzuwenden und Einspruch gegen das Urteil einzulegen.Denn sollte das Schiedsgericht die Entscheidung des Liga-Präsidiums bestätigen, steht die Star-Truppe um Kapitän Pascal Hens als Zwangsabsteiger aus der Bundesliga fest. Da kein vorsorglicher Lizenzantrag für die 2. Liga gestellt wurde, bliebe dem HSV nur die Möglichkeit, in der 3. Liga anzutreten. Doch dies erscheint an der Elbe nahezu ausgeschlossen, wahrscheinlicher wäre in diesem Falle die Beantragung der Insolvenz.“Das Ende des HSV in der ersten Bundesliga ist eine Katastrophe für den deutschen Handball. Der Handball muss in die Großstädte, und dies ist in Hamburg durch unseriöse Refinanzierung leider einmal mehr gescheitert“, sagte Präsident Frank Steffel vom Pokalsieger Füchse Berlin. Alle Vereine müssten endlich begreifen, dass die „Abhängigkeit von Mäzenatentum und Erfolg durch überhöhte Spielergehälter der falsche Weg sind“. Auch Bundestrainer Martin Heuberger zeigte sich enttäuscht: „Wenn sich ein Verein aus wirtschaftliche Gründen zurückziehen muss, schadet das insgesamt dem Image des Handballs. Man dachte es sei alles auf einem guten Weg und jetzt ist es in die Brüche gegangen.“Mäzen Andreas Rudolph war am 8. Mai überraschend als HSV-Präsident zurückgetreten und hatte den Verein damit in eine existenzielle Krise gestürzt. Der Medizintechnik-Unternehmer, der in den vergangenen zehn Jahren über 25 Millionen Euro in den Klub gepumpt hatte, schloss weitere finanzielle Hilfen aus, so dass allein im Etat der gerade abgelaufenen Spielzeit rund 2,7 Millionen Euro fehlten.“Der Beschluss des achtköpfigen HBL-Präsidiums war einstimmig“, sagte HBL-Geschäftsführer Holger Kaiser dem SID: „Der HSV hat auch in den fristgerecht nachgereichten Unterlagen seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zum Ende dieser Saison und auch für die kommende Saison nicht belegen können“. Dabei hatten die Verantwortlichen in der Hansestadt bis zum Schluss fest mit einem positiven Bescheid gerechnet.Was aus der Mannschaft um Nationalkeeper Johannes Bitter wird, ist derzeit völlig unklar. Fest steht nur, dass Welthandballer Domagoj Duvnjak und EM-Torschützenkönig Joan Canellas (beide zum THW Kiel) den Verein verlassen. Kreisläufer Andreas Nilsson wird mit dem ungarischen Spitzenklub MKB Veszprem in Verbindung gebracht, Bitter steht angeblich ebenfalls vor e