Reformer gegen Konservative: HSV kämpft um seine Zukunft

20.05.2014 - Thema: Sport - Autor: Team hhmesse.de

Der Schrei der Erlösung und Erleichterung über den Klassenerhalt ist in Hamburg noch immer nicht ganz verhallt. Doch nur wenige Tage nach der knappen Rettung in der Relegation gegen Fürth steht beim HSV eine der wohl wichtigsten Entscheidung in der über 125-jährigen Vereinsgeschichte an. Am Sonntag müssen die Mitglieder des Bundesliga-Dinos über die Reform „HSVPlus“ entscheiden.O-Ton 1 Ernst-Otto Rieckhoff, Initiator „HSVPlus““Die Signale, die ich bekomme und ich bin ja sehr viel unterwegs auch bei Fanklubs gewesen, die Signale stehen voll auf ‚Wir wollen die Reform. Wir wollen HSVPlus und wir haben die Nase voll von der jetzigen Situation.‘ Deshalb bin ich mehr als zuversichtlich, dass wir am Sonntag eine entsprechende Mehrheit haben.“Eine Dreiviertel-Mehrheit benötigt die Initiative „HSVPlus“. Die Reform beinhaltet, dass die Lizenzspielerabteilung aus dem Gesamtverein ausgegliedert und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wird. So soll dringend benötigtes Geld eingenommen werden. Unter anderem durch den Investor und Edel-Fan Klaus-Michael Kühne.O-Ton 2 Ernst-Otto Rieckhoff, Initiator „HSVPlus““Herr Kühne hat sich ja bekannt, dass er im Falle, dass sich HSVPlus durchsetzen wird, uns als Starthilfe maßgeblich zur Verfügung stehen wird. Deshalb spielt Herr Kühne eine ganz große Rolle. Herr Kühne, ich weiß es von heute, ist auch sehr glücklich, dass wir die erste Liga erhalten haben. Das heißt auch, dass er voll weiterhin dabei ist, wenn wir ihn dann brauchen. In welcher Größenordnung werden wir dann sehen.“Verbindlichkeiten von 100 Millionen Euro hat der HSV aktuell und es wird zudem Geld benötigt, um Stars wie Rafael van der Vaart, Pierre-Michel Lasogga oder Hakan Çalhanoğlu zu halten. Damit es auch sportlich wieder aufwärts geht, steht offenbar eine Rückkehr von Dietmar Beiersdorfer bevor. Der Ex-Sportchef gilt als Favorit auf den noch zu schaffenden Posten des Vorstandsvorsitzenden in der Fußball AG.O-Ton 3 Ernst-Otto Rieckhoff, Initiator „HSVPlus““Wir haben das überlegt und es gibt Kontakte, aber die sind nicht so konkret, dass ich jetzt sagen würde, sagen sollte, dass da ganz besonderes dran ist. Also das sind überwiegend Medien-Spekulationen und das wollen wir mal abwarten, wie das weitergeht.“Gegenwind erhält „HSVPlus“ von einer mächtigen Fraktion um Aufsichtsratsmitglied Jürgen Hunke. Sie kämpft gegen die Öffnung für Investoren, geht vor der Entscheidung am Sonntag aber auf Kuschelkurs zur Reformbewegung.O-Ton 4 Jürgen Hunke, Aufsichtsratsmitglied Hamburger SV „Das Beste wäre, der HSVPlus und wir würden uns alle an einen Tisch setzen und wir würden sehen, dass wir eine gemeinsame Lösung finden. Ich habe das heute auch verglichen mit den Gewerkschaften. Da ist es oft so, wenn die Gewerkschaften mit den Unternehmern unterschiedliche Meinungen haben, ganz am Ende in der letzten Stunde einigt man sich noch mal.Doch eine solche Einigung in letzter Sekunde wird es in Hamburg wohl nicht geben. Die Mitglieder haben am Sonntag die Wahl und man wird sehen, ob die Entscheidung wieder für großen Jubel sorgt.SID xcs fl

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